1:4! Herzog – Kritik: „Nicht mal Mini-Knaben spielen so“

  • Rapid Wien gegen Red Bull Salzburg chancenlos
  • Goran Djuricin’s – Poker ging in die Hose

Wien. „Wir waren einfach richtig schlecht“, brachte es Rapid Wien Coach Goran Djuricin auf den Punkt. Die ersten 25 Minuten des Spiels war quasi eine Arbeitsverweigerung. „Wir haben keine Leidenschaft gezeigt, nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, so Thomas Murg.

Thomas Murg im Angriffslauf …
Foto: © Andreas Prochaska

Vor 22.300 Zuschauern im Allianz Stadion zeigten die Salzburger den Wienern kurz und bündigen Kombinationsspiel die Grenzen auf. Eine leichte Unsicherheit in der Abwehr der Grün-Weißen und der Bullen – Spieler Patrick Farkas versenkte den Ball ins Netz. (4.min.)

RB Spieler: Munas Dabbur und Andre Ramalho (v.l.n.r. im Vordergrund)                           

 

Wenige Minuten später neuerlich eine leichte Unstimmigkeit in der Abwehrkette von Rapid Wien und Munas Dabbur nützte die Gelegenheit zum 0:2 (13. min.) Zuvor hatte leider auch Rapid Wien – Spieler Thomas Murg mit seinem Schuss ein wenig Pech und traf nur die Stange (12. min.) In der 26. Minute erhöhte dann der Norweger Fredik Gulbrandsen noch auf 0:3.

…der Verletzte Andreas Kuen auf den Weg in die Kabine.

Das Dreier Abwehrsystem von Rapid Wien Coach Goran Djuricin ging überhaupt nicht auf, seine Spieler waren mit dieser Situation völlig überfordert. Er stellte Debütant Mert Müldür, Maximilian Hofmann und Dejan Ljubicic in die erwähnte Dreier-Abwehrkette, Manuel Thurnwald sowie Andreas Kuen machten daraus eine Fünferkette.

Red Bull Salzburg machte mit Rapid Wien „Jungs“ daraus kurzen Prozess was Sky-Experte Andreas Herzog folgend analysierte: „So spielt man nicht einmal in den Miniknaben.“

Als Mert Müldür und Andreas Kuen verletzt ausgetauscht werden mussten, war das Experiment beendet. Zu spät für die Grün-Weißen.

Weil die Bullen in Folge den Fuß vom Gas nahmen, wurde es noch einmal spannend. Veton Berisha verkürzte auf 1:3 (75. min.) Dann hätte es nach Foul an Thomas Murg im Strafraum Elfmeter geben müssen, doch Schiedsrichter Oliver Drachta ließ weiterspielen und im Gegenzug stellte der Israeli Munas Dabbur auf 1:4 (82.)

O-Ton:

Rapid Wien – Coach: „In Hälfte eins ist alles schiefgegangen, wir haben jedes Eins-zu-Eins-Duell verloren, jeden Zweikampf.“ „Am System lag es nicht.“ „Dem nicht gegebenen Elfmeter traue ich nach – den wollte einer nicht – die Niederlage war aber verdient.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Andreas Prochaska

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