0:4 Austria Wien wurde von Rapid Wien vorgeführt!

326. Derby – Die Veilchen wurden gnadenlos effektiv von den Grün-Weißen blamiert!

Wien. Es war das 62. Bundesliga-Derby im Ernst Happel Stadion, das letzte auf unbestimmte Zeit, in diesem Stadion. Denn Austria Wien übersiedelt im Sommer in die neue ausgebaute Generali Arena.

Vor 11.279 Zuschauern ist Rapid Wien ein historisch eindrucksvolles Ergebnis nach 37 Jahren gelungen und das Happel Oval in guter Erinnerung beibehalten.
Austria Wien hingegen wird dem Stadion sicherlich keine Tränen nachweinen, eine 0:4 Pleite lassen auch den treuesten Fan den Glauben an einen Europacup Startplatz am Ende der Saison verstummen.

…. angespannt Austria Wien Coach Thomas Letsch
Foto: © SPORTREPORT

Die „Abschiedsvorstellung“ wurde zu einem unterhaltsamen und ansehnlichen Schauspiel. Zunächst hatten beide Fanlager zündende Ideen, die Benebelten vernebelten die Sicht. Austria Wien Coach Thomas Letsch stellte dem jungen Vesel Demaku im Mittelfeld Rountinier David De Paula zur Seite, Ibrahim Alhassan Abdullahi erhielt in der offensiven Rolle eine weitere Bewährungsprobe im Zentrum. Rapid Wien reagierte auf den zuletzt aggressiven Stil der Austria Wien mit einer auf Konter ausgerichteten Startformation: Philipp Schobesberger ersetzte Giorgi Kvilitaia als Mittelstürmer. Auf der rechten Seite hinten bekam Mario Pavelic wieder eine Chance weil Stefan Auer angeschlagen fehlte. Rapid Wien Coach Goran Djuricin’s Strategie ging voll auf.

Schnelle Führung

Heiß ging es auch auf dem Rasen zu, die Wiener Austria trat aggressiv auf, die Hütteldorfer nahmen Tempo und Intensität an und ging in Führung. Louis Schaub flankte, beim Klärungsversuch verfehlte Ibrahim Alhassan Abdullahi den Ball, Stefan Schwab’s Schuss mit dem an sich schwächeren Fuß saß genau zum 1:0 (8.). Beinahe hätte Austria Wien gleich danach die entsprechende Antwort parat , Felipe Pires schloss ein Solo aber nicht gut genug ab, sein Schuss strich am langen Eck vorbei.

Das Tempo blieb hoch, ebenso wie die Fehlerquote. Christoph Monschein sprang bei einem Stanglpass von Lucas Venuto einfach über den Ball (21).
Und die Violetten, bei denen das Fehlen von Raphael Holzhauser und Tarkan Serbest (beide gesperrt) nicht zu übersehen war, offenbarten in der Rückwärtsbewegung Schwächen. Philipp Schobesberger konnte dies mit einem Kopfball noch nicht ausnützen (24.), wohl aber Kollege Thomas Murg nach Philipp Schobesberger’s Vorlage mit einem feinen Schuss in Eck zum 2:0 (42.).

Austria behielt zwar ihre Aggressivität, allerdings auch ihre Fehleranfälligkeit. Alexandar Borkovic servierte Rapid einen Konter, Philipp Schobesberger nach Traumpass von Veton Berisha eiskalt abschloss – 3:0 (51.).

Austria Wien ging maximales Risiko, entblößte die Abwehr und wurde abgestraft. Der eingewechselte Giorgi Kivilitaia erhöhte nach starker Kombination über Stefan Schwab, Boli Bolingoli und Veton Berisha mit dem ersten Balkontakt – 4:0 (73.).

In der sogenannten „Rapid-Viertelstunde“ wurde Steffen Hofmann eingewechselt. Es wird wohl sein letztes Derby als aktiver Spieler gewesen sein.

….gelungene Taktik von Rapid Wien Coach Goran Djuricin
Foto: © SPORTREPORT

Für die verwelken Veilchen gab es keinen Dünger mehr, die Hütteldorfer pflügten durch ihren Boden und vergaben durch Giorgi Kvilitaia und Louis Schaub den höchsten Derby-Auswärtssieg nach dem zweiten Weltkrieg.

Eine statistische Besonderheit: Erstmals gewann ein Wiener Klub in einer Saison drei Auswärtsderbys, Rapid Wien war im Oktober 2017 in Cup und in der Liga ebenso erfolgreich gewesen.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © SPORTREPORT sowie Beitragsfoto von © Red Ring Shots

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