In zwei Monaten kommt es zum nächsten „Aufschlag“ bei den Generali Open in Kitzbühel

Zeit für die nächste Auflage: In knapp 2 Monaten zeigt Kitzbühel wieder das Beste, was das Sandplatztennis auf österreichischem Boden zu bieten hat.

…auch die aktuelle Nr. 8 in der ATP Weltrangliste Dominic Thiem wird in Kitzbühel aufschlagen…

Vom 28. Juli bis 4. August 2018 ist die Gamsstadt Schauplatz der nächsten
Auflage des Generali Open und schreibt das 74. Kapitel in der Geschichte des
Kitzbüheler Traditionsturniers.

Dass Weltklasse-Tennis dabei nicht nur ein Versprechen bleibt, lässt ein
Blick auf die Nennliste des letzten Jahres erahnen: Nicht weniger als 33
Top-100 Spieler wollten 2017 in Kitzbühel aufschlagen. So werden sich auch
2018 einige der Besten ihres Faches auf dem roten Sand gegenüberstehen und um die berüchtigte Gamstrophäe kämpfen.

 

Fans und Publikum ist bei dem mit 482.060 Euro Preisgeld dotierten Turnier
der Kategorie ATP World Tour 250 in jedem Fall eine Woche mit spannenden
Matches, packenden Ballwechseln und emotionalen Momenten garantiert. Aber auch abseits der Courts wartet das volle Programm.
Neben den bewährten Motto-Tagen lädt das Areal des Tennisclub Kitzbühel zum Flanieren, Dinieren und Shoppen ein.

Auch der Österreichs Nr. 1 Dominic Thiem wird um die Gamstrophäe kämpfen müssen.

Bericht & Foto: Andreas Prochaska
Nähere Details sowie Tickets unter: www.generaliopen.com/de/

 

5:0 Österreichs Davis Cup Mannschaft deklassiert Weißrussland

Ein wahrlich schönes Tennis-Fest ging nun 2 Tage im VAZ St. Pölten über die Bühne. Die erste Mission ist somit erfolgreich und glatter erfolgt als gedacht. Nun liegt der Focus auf Russland Anfang April!

 St. Pölten. Österreich führte nach dem ersten Tag im Daviscup-Duell gegen Weißrussland erwartungsgemäß mit 2:0. Im Auftaktspiel besiegte Gerald Melzer den Nr. 1 Spieler der Weißrussen Ilya Ivashka mit 2:6, 7:5, 6:4. Somit gelang Gerald Melzer der perfekte Einstieg in das Duell der ersten Runde der Europa/Afrika-Zone 1.

Im Anschluss schlug der Lichtenwörther Dominic Thiem gegen den 24 jährigen Dzmitry Zhurmont auf und gab den Weißrussen keine Chance in Spiel zu kommen und siegte mit 6:3, 6:3 in nur 74 Minuten.

O-Töne:
Kapitän Stefan Koubek:

Dominic Thiem und Stefan Koubek erleichtert bei der Pressekonferenz.

– …. „Gerald hat sich gut reingefightet und ab Mitte des zweiten Satzes gutes Tennis gezeigt und verdient gewonnen“
-….“über Dominic brauchen wir wenig Worte verlieren, er ist der um Klassen bessere Spieler.“

 

Thiem:
– …. „Es war richtig geil, zum ersten Mal seit sieben, acht Jahren wettkampfmäßig in Niederösterreich zu spielen. Die Leistung war okay, ich hoffe, die Leute haben es genossen. Es ist immer unangenehm, gegen einen unbekannten Gegner zu spielen.“

Melzer:
-….„Das sind die Momente, für die man Daviscup spielt“, sagte der 27-Jährige. „Ich muss mich bei den Fans, meinen Betreuern und der Familie bedanken. Ich war nervös, es war ja auf dem Papier die wahrscheinlich schwierigste Partie, denn ich wusste vom Duell im Vorjahr, was auf mich zukommt. Ich habe leider jedes enge Game verloren, aber versucht dranzubleiben. Am Ende ist es gut ausgegangen.“

Oliver Marach und Philipp Oswald spielten die Entscheidung heraus

Philipp Oswald und Oliver Marach (l.n.r.) konzentriert in der Gamepause…

Australian-Open-Champion Oliver Marach bleibt in diesem Jahr ungeschlagen, der 37-Jährige hat seit 22 Spielen nicht verloren. Der Steirer führte den Vorarlberger Philipp Oswald in der ausverkauften VAZ-Arena in St. Pölten zum 6:3, 7:6 (5)-Sieg gegen Ilya Ivashka und Andrei Vasilevski. Das schlafertige Duo sorgte mit dem Punkt zum 3:0 dafür, dass Österreich das Duell in der 1. Runde der Europa/Afrika-Zone 1 gegen Weißrussland gewonnen hat. In Runde zwei muss das Team von Stefan Koubek am 6. und 7. April in Russland antreten. Bei einem weiteren Sieg würde nur noch die dritte Hürde, das Play-off der Weltgruppe im Weg stehen.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Andreas Prochaska

Hochkarätiges Tennis bei den UPPER AUSTRIA LADIES LINZ 2017

Barbora Strycova die Siegerin hat nun 43.000 Dollar in der Tasche.

Linz/ Wien Neues Gesicht auf der langen Siegerinnenliste des Linzer WTA-Turniers: Barbora Strycova, bei dem erstmals unter dem Namen „Upper Austria Ladies Linz“ ausgetragenen Als Nummer zwei gesetzt, wurde sie am Sonntagnachmittag zur umjubelten Nummer eins. Die 31-jährige Tschechin triumphierte nach einer Spielzeit von 1:27 Stunden gegen die topgesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova (29) mit 6:4, 6:1 und kassierte 43.000 Dollar.

Die musikalische Eröffnung zum Finaltag leitete Lizz Görgl und Chris Harras ein. Bei beiden Spielerinnen macht sich schon die lange Saison sichtbar bemerkbar – Barbora Strycova war am linken Oberschenkel bandagiert, Magalena Rybarikova am rechten. Vor den Augen von WTA GEO Steve Simon lieferten einander die beiden Finalistinnen sehenswerte Ballwechsel, die von den Zuschauern mit „Standing Ovations“ quittiert wurden.

Was die Spielerinnen bei den Linzer Damentennis-Festspielen besonders schätzen: Dass ihnen jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Barbora Strycova etwa outete sich als Liebhaberin von Kaiserschmarrn. Diese Leidenschaft kam Eva Reichel, der Ehefrau von MatchMaker-Gründer Peter Michael Reichel, zu Ohren, und sie orderte spontan beim exzellenten Turnier-Caterer DON diese Köstlichkeit.

Entsprechend groß war die Überraschung, als Barbora Strycova während der Siegerin-Pressekonferenz ein Teller extra für sie frisch zubereiteter Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster serviert wurde. Fasziniert war Strycova auch von der Turnierorganisation durch das Powerladies-Team von Sandra Reichel, und speziell dankte die frisch gebackene Siegerin ihrer Mentorin Barbara Schett.

glückliche Siegerinnen Kiki Bertens & Johanna Larsson
Foto: © Mathias Schulz

Kiki Bertens & Johanna Larsson verteidigen den Titel

Im Doppelfinale hat das niederländisch-schwedische Duo Kiki Bertens/Johanna Larsson seinen Titel erfolgreich verteidigt. Kiki Bertens/Johanna Larsson besiegten Natela Dzalamidza (RUS)/Xenia Knoll (SUI) mit 3:6, 6:3, 10:4. Zur Erinnerung: Im Jahr 2016 hatten Bertens/Larsson gegen Anna-Lena Grönefeld (GER)/Kveta Peschke (CZE) mit 4:6, 6:2, 10:7 dominiert. Der Triumph beim „Upper Austria Ladies Linz“ war zugleich der neunte Doppeltitel für Kiki Bertens/Johanna Larsson auf der WTA-Tour!

Kiki Bertens scheint sich bei den von Sandra Reichel organisierten Turnieren besonders wohl zu fühlen, denn sie gewann 2016 sowie 2017 im Einzel jeweils den „NÜRNBERGER Versicherungscup“ in Nürnberg.

sehr kämpferische Leistung von Barbara Haas war zuwenig
Foto: © Mathias Schulz

Barbara Haas fehlende Konstanz kostete den Erfolg

Es war nichts für schwache Nerven, das österreichisch-deutsche Duell zwischen Barbara Haas und Carina Witthöft beim WTA-Turnier „Upper Austria Ladies Linz.“ Nach einer Spielzeit von 2:17 Stunden musste sich die Oberösterreicherin am Mittwochabend mit 3:6, 6:4, 4:6 geschlagen geben.

„Ich habe öfters meine Nerven nicht im Griff, daran muss ich arbeiten. Ich habe versucht aggressiv zu spielen, aber es fehlt mir noch schwer, die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment zu treffen. Es war ein gutes Match von mir, ich lasse den Kopf nicht hängen und schaue positiv in die Zukunft. Ich werde im Winter an meinem Körper arbeiten“, meinte Barbara Haas, die nach der knappen Niederlage ein paar Tränen zerdrückte.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Mathias Schulz

Duell gegen Rumänien sicherte Österreich den Klassenerhalt

 

Elisabeth Görgl sang die österreichische Bundeshymne

Bei strahlendem Wetter begann am Freitag das Davis Cup Wochenende. Zur Einstimmung sang die ehemalige Skirennläuferin Elisabeth Görgl die österreichische Bundeshymne und präsentierte ihr Lied: „IT’s up to you.“

2:0 Führung für Österreich

Als erstes ging dann Gerald Melzer auf den Platz und gewann sein erstes Spiel gegen Dragos Dima mit 6:1, 6:1, 3:6, 6:1. Gerald Melzer zum Spiel selbst: „… bin sehr froh das mir Stefan wieder das Vertrauen gegeben hat für unser Land zu spielen und daheim spielen finde ich sowieso immer super.“

die Nr. 7 der Weltrangliste spielte sehr souverän

Im zweiten Duell des Tages kam Österreich Nr. 1 Dominic Thiem auf den Center Court und Dominic hatte gegen Bogdan Borza mit 6:2, 6:2, 6:4 wenig Mühe für Öst-

erreich auf 2:0 zu stellen. Dominic Thiem zum Spiel selbst: „…im dritten Satz ist das Spiel noch ein bisschen eng geworden aber ich konnte mit meiner Routine rechtzeitig das Spiel vorzeitig beenden. Ich spiele sehr gerne für mein Land und es sollte für jeden Spieler eine Ehre sein für sein Land zu spielen.“

2:1 Anschlusspunkt für Rumänien

Rumänien erspielte sich den Anschlusspunkt im Doppel

Im Doppel Duell gegen Rumanien am Samstag hatten die Österreicher weniger Grund zur Freude und mussten sich Dominic Thiem/Philipp Oswald mit 6:7 (1), 2:6, 7:6 (5), 3:6 gegen Horia Tecau / Nicolae Frunza klar geschlagen geben.

3:1 Entscheidungspunkt für Österreich

Dominic Thiem sicherte am Sonntag in Wels mit einem 7:6 (2), 7:6 (3), 6:3-Sieg über den kurzfristig nominierten Nicolae Frunza den vorzeitigen Sieg über Rumänien und damit den Klassenerhalt in der Europa-Afrika-Zone I.

sehr konzentriert im Spiel Gerald Melzer

Gerald Melzer machte im bedeutungslosen Schluss-Einzel auch den vierten Punkt für Österreich. Der 27-jährige Niederösterreicher besiegte Bogdan Borza 6:1, 7:5 und das ÖTV-Team feierte einen 4:1-Heimsieg. Im direkten Duell mit Rumänien glichen Thiem und Co damit auf 3:3 aus. Mit über zweieinhalb Stunden Verspätung hatte am Schlusstag wegen Regens bzw. nötiger Platzaufbereitung das letztlich entscheidende Einzel im Länderkampf

begonnen. Der nach starker Doppelleistung vom rumänischen Davis-Cup-Kapitän Andrej Pavel aufgebotene Frunza hielt erstaunlich gut mit Thiem mit, der allerdings von seiner Hochform auch um einiges entfernt war. Nun darf das rot – weiß – rote Tennisteam wieder Hoffnung haben vielleicht 2018 sich eventuell wieder für die Weltgruppe zu qualifizieren.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: Andreas Prochaska

Harte Konkurrenz für Dominic Thiem in Wien

Große Vorfreude auf die ERSTE OPEN 2017

Mit einer geballten Ladung an Tennis-„Hochkarätern“ können auch in diesem Jahr die Erste Bank Open 500 vom 21. bis 29. Oktober 2017 in der Wiener Stadthalle aufwarten! Der Kampf um den Siegerscheck (438.505 €) bei dem mit 2.621.850 € dotierten Turnier könnte auch auf ein „Duell der Generationen“ hinauslaufen: Da die Youngsters um Lokalmatador Dominic Thiem sowie die Top 3 der „NextGen“-Wertung Alexander Zverev (GER), Karen Khachanov und Andrey Rublev (beide RUS). Dort die erfahrenen Spieler wie der Kanadier Milos Raonic, die US-Boys Sam Querrey und John Isner, der Tscheche Tomas Berdych, die Franzosen Jo-Wilfried Tsonga, Gael Monfils und Richard Gasquet oder die Spanier David Ferrer und Feliciano Lopez.

Geballte Ladung an Sieganwärtern Und da wären dann noch der Südafrikaner Kevin Anderson und der Spanier Pablo Carreno Busta, die in der Vorwoche bei den US Open in New York im Halbfinale aufeinander getroffen sind – mit dem besseren Ende für Anderson. „Mit drei Top-10-Stars und neun Spielern aus den Top 20 der Weltrangliste ist das Turnier großartig besetzt. Es prallen in diesem Jahr Akteure verschiedener Epochen und damit auch viele unterschiedliche Spielstile bei den Erste Bank Open 500 aufeinander. Eine Tatsache, die das Turnier in diesem Jahr ebenso spannend wie attraktiv für die Zuschauer macht. Dazu kommt, dass jeder der 24 Spieler im vorläufigen Hauptfeld Starcharakter besitzt und seine ganz spezielle Geschichte erzählen kann“, betont Turnierdirektor Herwig Straka.

 

Shooting-Star Zverev Mit seinen fünf Saisonsiegen in Montpellier, München, Rom, Washington und Montreal hat Alexander Zverev heuer sein riesiges Potenzial eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Erfolgshunger des Hamburgers ist deshalb aber noch lange nicht gestillt: „Ich freue mich, dass ich in diesem Jahr mein Hauptfeld-Debüt in Wien geben kann“, ließ Zverev in einer Videobotschaft verlauten. Auch einem Endspiel gegen Dominic Thiem könnte der 20-Jährige einiges abgewinnen: „Das würde ein schönes Finale sein. Es würden sich alle Zuschauer freuen, sollte Dominic ins Endspiel kommen. Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, muss man sehen, was dann passiert“, meinte Zverev.

Dominic Thiem verbindet eine enge Freundschaft mit dem Deutschen, daher freut sich der Niederösterreicher auch sehr darüber, dass Zverev in Wien mit dabei ist. „Wir verstehen uns gut, haben oft miteinander trainiert. Matches gegen ihn sind etwas Besonderes“, so Thiem, der mit einer klaren Zielsetzung in sein Heimturnier geht: „Ich fühle mich daheim extrem wohl und will dem großartigen Wiener Publikum viele gute Matches zeigen“, hat sich Thiem vorgenommen.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Foto: © FOTObyHOFER

Die Top 10 der Erste Bank Open 500 (Stand 11.Sep. 2017)

1 Alexander ZVEREV (GER) ATP-Nr. 4
2 Dominic THIEM (AUT) ATP-Nr. 7
3 Pablo CARRENO BUSTA (ESP) ATP-Nr. 10
4 Milos RAONIC (CAN) ATP-Nr. 11
5 Kevin ANDERSON (RSA) ATP-Nr. 15
6 Sam QUERREY (USA) ATP-Nr. 16
7 John ISNER (USA) ATP-Nr. 17
8 Jo-Wilfried TSONGA (FRA) ATP-Nr. 18
9 Tomas BERDYCH (CZE) ATP-Nr. 19
10 Lukas POUILLE (FRA) ATP-Nr. 22

„Heimsieg“ für Philipp Kohlschreiber

Der Wahl-Kitzbüheler, Philipp Kohlschreiber, feierte bei den 73. Generali Open 2017 seinen zweiten Sieg in Kitzbühel. Pablo Cuevas (Uruguay) und Guillermo Duran (Argentinien) holten sich den Doppelsieg. Der junge Österreicher Sebastian Ofner, sorgte mit seinem sensationellen Vorstoß bis ins Semifinale für Furore.

Kitzbühel Philipp Kohlschreiber triumphierte bei den 73. Generali Open Kitzbühel in souveräner Manjer. Der Wahl-Kitzbüheler schlug im Finale den Portugiesen Joao Sousa glatt mit 6:3 und 6:4. Aber alles der Reihe nach: Aufgrund körperlicher Probleme war das Antreten von Kohlschreiber vor dem Turnier fraglich. Diese Probleme merkte man dem 33-Jährigen im Turnierverlauf jedoch nicht an. In der ersten Runde schlug der Deutsche den Argentinier, Facundo Bagnis. Im Achtelfinale bezwang Kohlschreiber Jiri Vesely glatt in zwei Sätzen. Mit zwei weiteren Siegen über Dusan Lajovic im Viertelfinale und den als Nummer 2 gesetzten Italiener , Fabio Fognini, im Halbfinale zog der Wahl-Kitzbüheler souverän ins Kitz-Finale ein. Im Finale der 73. Generali Open wartete dann der Bezwinger von Gerald Melzer und Sebastian Ofner: Joao Sousa aus Portugal. Sousa erwischte den besseren Start und schaffte im ersten Satz das Break zum 2:1. Dann aber holte Kohlschreiber vier Games in Folge und servierte schließlich zum 6:3 aus.

Joao Sousa gab sich kampfstark gegen Philipp Kohlschreiber

Ähnlich verlief der zweite Satz: Sousa gelang das Break zum 3:1, Kohlschreiber antwortete jedoch wieder mit dem Gewinn von vier Games in Serie und hatte danach keine große Mühe mehr, seinen zweiten Kitz-Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Danach zeigte sich die Nummer 47 der Welt überglücklich und sprach von einem „Märchen.“ „Am Anfang dieser Woche habe ich nicht daran geglaubt, ich bin angeschlagen in das Turnier gestartet,“ sagte der 33-Jährige glücklich. Er ordnete auch den neuerlichen Erfolg in sein er aktuellen Heimatstadt über den von 2015 ein: „Der hat mich damals zwar auch sehr gefreut, aber momentan ist der heutige Titelgewinn vielleicht etwas schöner“, meinte der seit zwei Wochen vom Oberösterreicher Markus Hipfl betreute Philipp Kohlschreiber, der einen Siegerscheck von 85.945 Euro brutto einstreifte.

Cuevas und Duran triumphierten im Doppel

Der im Einzel als Nummer 1 gesetzte Uruguayaner Pablo Cuevas sicherte sich gemeinsam mit seinem Partner Guillermo Duran aus Argentinien den Doppelsieg bei den 73. Generali Open. Das Finale gegen Hans Podlpnik-Castillo (Chile) und Andrei Vasilevski (Weißrussland) war jedoch alles andere als eine klare Angelegenheit. Konnten Cuevas und Duran den ersten Satz noch mit 6:4 gewinnen, mussten sie den zweiten mit 4:6 abgeben. Somit fiel die Entscheidung im allesentscheidenden Champions-Tiebreak. Auch dieses Champions-Tiebreak war nichts für schwache Nerven. Nach hartem Kampf setzten sich Cuevas und Duran am Ende mit 12:10 durch und durften sich über den Siegerscheck von 26.110 Euro brutto freuen.

Ofner erst im Semifinale gescheitert

Erst im Semifinale war für Sebastian Ofner Endstation

Sebastian Ofner sorgte bei seinem ersten Kitzbühel-Auftritt im Hauptbewerb für mächtiges Aufsehen. Der junge Steirer konnte seine gute Form von Wimbledon auf Sand mitnehmen und bewies, dass sein Einzug in die dritte Runde beim Grand-Slam-Turnier keine „Eintagsfliege“ war. Gleich in der ersten Runde sorgte Ofner für eine Sensation. Er bezwag den als Nummer 1 gesetzten Pablo Cuevas. Der Steirer profitierte nach dem Satz jedoch von der Aufgabe des Uruguayaners. Bei seinem Viertelfinal-Triumpf über Renzo Olivo (Argentinien) versetzte der 21-Jährige die über 5.000 Zuseher in Ekstase (7:6, 6:2). Ab diesem Zeitpunkt schien nichts mehr unmöglich zu sein. In seinem ersten ATP-Semifinale strebte der Steirer seinen ersten Finaleinzug an. Nach starker Leistung und einer packenden Partie musste sich Ofner Joao Sousa jedoch in zwei Sätzen mit 6:7 und 6:7 knapp geschlagen geben. „Es war wirklich sehr eng, war ein harter Kampf, aber ich bin sehr zufrieden mit dieser Woche. Ich werde wirklich viele positive Sachen für die Zukunft mitnehmen,“, war Ofner trotz der Niederlage mit der gesamten Woche sehr zufrieden.

Melzer im Viertelfinale out

Gerald Melzer musste sich im Viertelfinale geschlagen geben

Mit Gerald Melzer schlug neben Ofner ein weiterer Österreicher im Hauptfeld der Generali Open auf. Nach seinem letztjährigen Semifinaleinzug hatte der Niederösterreicher auch in diesem Jahr in Kitzbühel wieder einiges vor. Nach Siegen über Carlos Berlocq (Argentinien) und Santiago Giraldo (Kolumbien) musste sich auch Melzer dem späteren Finalisten, Joao Sousa, im Viertelfinale geschlagen geben. In einem packenden Dreisatz-Krimi (2:6, 6:1, 6:3) war für Melzer gegen Sousa im Viertelfinale Endstation.

 

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: Andreas Prochaska

Generali Open Kitzbühel 2016

Besucherrekord beim Generali Open Kitzbühel 2016

Kitzbühel hat einmal mehr Geschichte geschrieben: Paolo Lorenzi behielt im Endspiel des Generali Open 2016 gegen den georgischen Überraschungsmann Nikoloz Basilashvili ganz klar die Oberhand und setzte sich nach 1:23 Stunden mit 6:3 6:4 durch. Damit durfte sich der Italiener mit 34 Jahren vor einer ausverkauften Kulisse im Stadion Kitzbühel über seinen ersten Titel auf der ATP-Tour freuen und schrieb sich zugleich als ältester Premierensieger auf der ATP-Tour in die Rekordbücher ein:

„Kitzbühel wird mir immer in Erinnerung bleiben, die Stimmung war großartig, ein fantastisches Turnier. Dieser Sieg ist ein großes Geschenk.“ Er will auch Nächstes Jahr seinen Titel verteitigen.

Bestbesuchtes Doppel-Finale der ATP-Tour in diesem Jahr

Bereits beim Doppel-Finale, wo die Lokalmatadore Thiem/Novak auf die Niederländer Koolhof/Middelkoop trafen, war der Center Court beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt: „Laut ATP war das heute das bestbesuchte Doppelfinale in diesem Jahr“, freute sich Turnierdirektor Alexander Antonitsch. Dass dabei Davis Cup-Stimmung und Gänsehautfeeling aufkamen, wundert nicht, schließlich boten Thiem/Novak eine mehr als überzeugende Vorstellung und verpassten den ganz großen Coup nur knapp. Lediglich ein Punkt fehlte den beiden Kumpels, um sich den überraschenden Heimtriumph in der Gamsstadt zu sichern. Am Ende setzen sich aber doch die Niederländer mit 2:6, 6:3, 11/9 durch: „Danke an alle. Das Einzel war für mich natürlich eine große Enttäuschung, aber nichtsdestotrotz hat diese Woche mit dem Doppel eine schöne Wende und fast ein gutes Ende genommen. Das Turnier hat sich wahnsinnig entwickelt. Seit zwei Jahren ist der Center Court fast bei jeder Partie voll. Ich hoffe wirklich, dass das so weitergeht und ich auch in den nächsten Jahren dabei bin“, streute Thiem den Veranstaltern Rosen.

„Es war eine Traum-Woche“

Mit 48.900 Besuchern haben wir unseren Rekord geknackt, vier Mal in Folge war der Center Court ausverkauft, das ist einfach großartig“, so das Resümee von Turnierdirektor Alexander Antonitsch.

Die Besucherzahl setzt sich aus den verkauften Tickets, sowie den 1200 Akkreditierungen und zusätzlichen Besuchern auf der Anlage zusammen. Auch Herbert Günther findet für den Verlauf des Turniers klare Worte: „Es ist ein Traumjahr, letztes Jahr hätten wir gedacht, dass wir den Erfolg nicht mehr toppen können und dann werden wir beschenkt mit einer genialen Woche, tollen Spielen, Wetterglück und Besucher-Rekord.“

Auch der Termin für die nächstjährige 73. Auflage steht mit 30. Juli bis 5. August 2017 bereits fest.

Bericht & Foto: Andreas Prochaska

Murray gewann Erste Bank Open zum zweiten Mal

Andy Murray triumphierte zum zweiten Mal nach 2014 in der Wiener Stadthalle.

Die Erste Bank Open in Wien sind Geschichte, Andy Murray sicherte sich mit 6:3, 7:6 gegen Jo-Wilfried Tsonga den Titel. Die Verantwortlichen sind mit der Turnierwoche zufrieden.

Glückliche Sieger Lukas Kubot & Marcelo Melo mit dem Siegerscheck 🙂

Die Halle war schon zuvor gut besucht. Österreichs Beitrag zum Finaltag, der Steirer Oliver Marach, musste sich zuvor im Doppel mit seinem französischen Partner Fabrice Martin dem Duo Lukas Kubot & Marcelo Melo mit 6:4, 3:6, 11:13 geschlagen geben.

Das Event in der Wiener Stadthalle entwickelt sich prächtig, „wir sind als 500er endgültig angekommen“, attestierte Turnierdirektor Herwig Straka. Positives Feedback der ATP habe diesen Eindruck bestätigt. Rund 57.000 Zuschauer waren in der vergangenen Woche in die Halle geströmt, die Fans haben das Turnier angenommen, auch aufgrund der starken Besetzung. „Wir haben mit Murray den aktuell besten Spieler der Welt gesehen“, bemerkte Straka, der auch künftig „drei bis vier Top-10-Spieler“ in die Bundeshauptstadt locken möchte.

Im internationalen Vergleich der insgesamt 13 ATP-500-Turniere muss sich Wien (Cut-off bei Weltranglistenplatz 55) aber ohnehin nicht verstecken, im Gegenteil. Nur in Peking (53) und Tokio (54) war die Spielerdichte noch unwesentlich höher. Die Marschroute für die Zukunft sei vorgegeben, das Spielerfeld müsse hochkarätig bleiben. Straka träumt von der Verpflichtung von Novak Djokovic, der Serbe wäre gewiss ein Ticketseller. „Seine Zusage ist mein größter Wunsch.“ Das Ja des Superstars wäre toll und teuer, es müssten zusätzliche Mittel aufgebracht werden. Mitunter von der Erste Bank, deren Vertrag als Hauptsponsor zwar mit der diesjährigen Auflage auslief, aber höchstwahrscheinlich eine Fortsetzung finden dürfte. Erste Gespräche sind positiv verlaufen.

Wie die „Erste Bank“-Open dürfte auch das „Tie Break Tens“-Format in der Stadthalle eine Zukunft haben. Es habe sich als „Kick-Off“-Veranstaltung behauptet. Straka: „So können wir das Turnier schon am Sonntag, noch vor dem eigentlichen Hauptbewerb, starten.

“ 2017 trifft sich die Elite von 21. bis 29. Oktober in Wien.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: Andreas Prochaska