2:1 Rapid Wien erkämpfte sich den ersten Heimsieg

Rapid Wien siegte gegen Wacker Innsbruck mit Müh und Not. Somit ist die Liga-Krise mit 2:1 beendet.

Wien. Mit fünf Umstellungen im Vergleich zum 3:1 Erfolg gegen Steaua Bukarest gingen die Grün-Weißen in das Spiel. Für die erste Torchance brauchte Rapid Wien 17 Minuten, Veton Berisha scheiterte an den Innsbrucker Torhüter Christopher Knett.

Eine Minute darauf durften die 17.400 Zuschauer im Weststadion erstmals jubeln, nämlich Kapitän Stefan Schwab nickte nach Thomas Murg Flanke zum 1:0 (18. min.) ein. Die Hütteldorfer in Fühung jedoch in der Minute 25 im Glück: Zlatzko Dadic spitzelte den Ball an Richard Strebringer vorbei, Marvin Potzmann rettete mit einem sehenswerten Abwehr auf der Torlinie. Dann konnte sich der Tiroler Torhüter Christopher Knett auszeichnen: zuerst gegen Andrei Ivan (38. min.) und 49 Sekunden nach der Pause gegen Philipp Malicsek.

Entscheidung

Die mangelnde Torchancenauswertung der Wiener sollte beinahe zum Verhängnis werden. Denn Rapid Wien agierte in der Folge ungenau, mit vielen Fehlpässen. Wacker Innsbruck optisch überlegen, erzeugte aber zu wenig Gefahr. So nützte Rapid Wien die Gelegenheit und machte aus dem Nichts das 2:0: Deni Alar knipste den Ball nach kurzer Abwehr von Torhüter Christoper Knett dennoch in die Maschen.

Die Tiroler gaben aber nicht auf: zuerst scheiterte Daniele Gabriele noch an Richard Strebinger (83. min.), dann traf Christoph Freitag zum 2:1 (89. min.). Rapid Wien beendet somit die Ligakrise und kann mit positiver Einstellung nach Bukarest reisen.

O-Ton:

  • Rapid – Coach Gorgan Djuricin: „Ohne Richard Strebinger geht dieses Spiel anders aus. So macht er sich interessant für viele Klubs. Und so viele Torchancen nicht zu nutzen, dass können wir uns gegen Bukarest nicht erlauben. Da müssen die Pässe besser zu Ende gespielt werden.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: SPORTREPORT

Rapid Wien hat die ersten Schritte zur Europa League erfolgreich absolviert

  • 3:1 – Rapid Wien gewinnt gegen Steaua Bukarest
  • Fan-Proteste für die sportliche Führung nicht nachvollziehbar!

Wien. Vor 19.300 Zuschauern gelang den Grün-Weißen mit dem 3:1 Heimsieg gegen Steaua Bukarest im Europa League Play-off der erste erfolgreiche Schritt zur Gruppenphase.

Ein solides Rückspiel fehlt Kapitän Stefan Schwab und seinen Kollegen noch um auch im Herbst wieder auf der internationalen „Fußballbühne“ aufzeigen zu können. Und die Vereinsführung rund um Fredy Bickel können sich über 8 Millionen Euro als sehr nette Einnahme freuen!

Zum Spiel: Rapid Wien Coach Goran Djuricin bot die gleiche Startelf auf, wie zuletzt gegen Slovan Bratislava. Christoph Knasmüller gelang aus einem gutem Spielzug schon in der 4. Minute die 1:0 Führung.

Etwas später servierte er seinen Mannschaftskollegen Mario Sonnleitner den Ball zielgenau auf seinen Kopf, der diesen Versuch zum Einnicken in das eckige Netz prompt nutzte zum 2:0 (39. min.)

Zu Beginn der zweiten Hälfte nutzen die Rumänen die Chance sofort das Spiel auf 2:1 zu verkürzten durch Harlem-Eddy Gnohèrè (47. min.) Doch die Wiener schlugen prompt zurück mit dem Kapitän Stefan Schwab der zum 3:1 traf. (49. min.)

Gegen Ende des Spieles hatte Steaua Bukarest durch Florinel Coman (90. min.) und Sandu Romario Benzar (91. min.) noch Chancen, trafen aber nur zwei Mal das Aluminium.

O-Töne:

Rapid Wien Coach Goran Djuricin nach dem Spiel in der Pressekonferenz

Die Fan-Proteste nach dem 2:0 sowie über das Transparent: „GOGO RAUS!“, wollte der Rapid Wien – Coach Goran Djuricin nicht nach dem Spiel besprechen und einen Tag danach dazu: „Ich habe mich darüber schon ein bisschen gewundert. Es ist nicht immer leicht die Spieler so umzustrukturieren das sie „GEIL“ auf das Spiel sind, spielen zu dürfen.“

…Kapitän Stefan Schwab zeigt viel Sicherheit am Ball.

Rapid Wien Kapitän Stefan Schwab:

„Ich habe die „Gogo raus“-Rufe nicht gehört. Die Situation ist nicht einfach. Wir wollen die Lage beruhigen. Und wir müssen im Rückspiel aufpassen, die Rumänen können zu Hause gewaltig Druck erzeugen.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Andreas Prochaska

Ein besonderer Europacup-Abend mit „Endstation Hütteldorf“

  • 4:0 – Rapid Wien gewinnt gegen Slovan Bratislava
  • Wiener im Play-off der Europa League – jetzt gegen Steaua Bukarest
…das Transparent des Abends „Endstation Hütteldorf“

Wien. „Ende gut alles gut.“ Als einzige österreichische Mannschaft steht Rapid Wien im Play-off der Europa League. Nach der 1:2 Niederlage in Bratislava schossen die Grün-Weißen die Slowaken vor 17.800 Zuschauern mit 4:0 ab.

Spieler des Abend war Christoph Knasmüllner, der 3 Tore erzielte. Beim 1:0 (3. min.) waren noch nicht alle Zuschauer im Allianz Stadion. Die Slovan-Fans hatten die öffentlichen Verkehrsmittel lahm gelegt, sodass einige Fans zu Fuß ins Stadion gehen mussten.

Beim 2:0 des Spielmachers in Minute 79 bebte das Allianz Stadion. Thomas Murg erhöhte auf 3:0 (84. min.). Dem Schlusspunkte setzte Christoph Knasmüllner (94. min.) „Unglaublich! Wir haben heute alles gut gemacht. Für Slovan war hier heute nichts zu holen“, jubelte er.

Freilich: Beim Spielstand von 1:0 waren die Slowaken den Ausgleich mehrmals nahe, zum Glück hatte Torhüter Richard Strebinger einen sehr guten Tag und vereitelte einige Top-Chancen von Slovan Bratislava.

Nach dem zweiten Tor legte Rapid Wien die Unsicherheit ab. Die letzte Hürde in die Europa League Gruppenphase einzuziehen wartet jetzt kommenden Donnerstag gegen Steaua Bukarest. Die Rumänen eliminierten das kroatische Team „Hajduk Split in zwei Spielen.

Rapid Wien Coach Goran Djuricin meinte zum Spielverlauf zum Abschluss: „ Die Mannschaft hat gezeigt, was wirklich in ihr steckt. Wir hatten aber auch sehr viel Glück, das Slovan Bratislava die Tore nicht gemacht hat. Ein DANKE an die Fans: Das waren 95 Minuten Gänsehaut pur“, jubelte er.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © AustrianNews.eu

0:0 „Das war einfach ein grottenschlechtes Spiel und nicht spritzig genug“

  • Schwache Leistung beim 0:0 gegen den Wolfsberger AC
  • „Gogo raus!“ – Rufe der Grün-Weißen Fans

Wien. Bei Rapid Wien ist nach drei Bundesligarunden die Stimmung am Tiefpunkt angekommen. Ein Unentschieden 0:0 gegen den Wolfsberger AC im zweiten Pflichtheimspiel wieder keine drei Punkte eingesammelt, stattdessen eine Leistung was für einen Grün-Weißen Spieler unwürdig ist!

Ab der 16. Minute begannen die Fans mit den ersten Pfiffen und nach dem Schlusspfiff war es dann schon ein „Pfeif-Konzert.“

Den Fans ärgerte es vor allem wie die Art und Weise wie die Spieler in das Spiel hineingegangen sind. Ohne richtigen guten zu Ende spielenden Zug zum Tor. Abgesehen von ein paar läuferischen Aktionen wie in Minute 7 von Veton Berisha glänzte man 90 Minuten einfach zu wenig. Die Kärntner dagegen traten spielfreudiger und mutiger auf wie beispielsweise Marcel Ritzmeier der nur an Torhüter Richard Strebinger scheiterte. Das 0:0 ein schmeichelhaftes Ergebnis am Ende und das noch mit Glück!

„Wir waren grottenschlecht. Ich muss bei den Fans entschuldigen“, meinte Rapid Wien Trainer Goran Djuricin bei der anschließenden Pressekonferenz im Allianz Stadion. „Ich muss mich da selbst an der Nase nehmen, ein bis zwei Torchancen und diese Möglichkeiten nicht gut in der Box zu Ende gespielt, dass ist nix.“

Gogo – Rauswurf von den Fans

„Gogo raus, Gogo raus! Nach dem zweiten blamablen Heim – Unentschieden in Serie forderte der Block West den Rauswurf von Trainer Goran Djuricin.

Abschluss Pressekonferenz mit Christian Ilzer, Peter Klinglmüller sowie Goran Djuricin (v.l.n.r.)

O- Töne:

  • Rapid Wien Coach Goran Djuricin:
    „Ich verstehe den Unmut der Fans. Diese Leistung ist mit nichts zu entschuldigen, ich bin richtig angefressen!“
  • Wolfsberger AC Coach Christian Ilzer:
    “Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert mit klaren Torchancen für uns und wenn meine Spieler mit dem Ergebnis unzufrieden sind – da wäre sogar noch mehr für meine Mannschaft möglich gewesen.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Andreas Prochaska

Erstes Pflicht-Heimspiel der Grün-Weißen: 1:1 „Wie gewonnen – so zerronnen“

  • Rapid Wien fällt ins „alte Leistungsschema!“
  • So eine Leistung wird auch gegen Slovan Bratislava nichts bringen

Wien. Neuzugang Mateo Barac leitete den Angriff ein, schickte Boli Bolingoli, dessen Flanke köpfelte Stefan Schwab zurück und Christoph Knasmüllner riss sein Torschuss ab …

…der Ball fiel Deni Alar genau vor die Beine und der Teamstürmer machte das, wofür er zurück nach Wien Hütteldorf geholt wurde: Er netzte ein! Aus sechs Metern schob der 28-Jährige den Ball sicher ein. (35. min.).

Es sieht nach länger Zeit so aus als wäre es das Highlight gewesen in der ersten Halbzeit im schwül drückenden Allianz-Stadion. Dabei hatte Rapid Wien das Vorhaben, die Leistung an das tolle Ergebnis in der Vorwoche gegen Admira Wacker (0:3 Erfolg) fortzufahren. Mit einer Änderung, nämlich das Mario Sonnleitner ersetzte Maximilian Hofmann, den die Wade zwickte.

Die Voralberger sind aber nicht so wie die Südstädter, diese standen besser und kompakter vor allem im Abwehrverhalten. Deshalb taten sich die Grün-Weißen trotz prozentmäßig bessern Ballbesitz enorm schwer.

Als es Christoph Knasmüllner gelang die engmaschige Abwehrkette der Niederösterreicher einmal zu öffnen spitzelte Samuel Oum Gouet den Deni Alar noch den Ball weg. (29. min.) Und in der 35. Minute fehlte Stefan Schwab bei einem Volley Präzision, Andrei Ivan in der 43. Minute dann alleine vor Torhüter Andreas Lukse die Kraft.

So war die Pausenführung letztendlich glücklich. Nicht, weil Mateo Barac in Manfred Fischers Schuss (19. min.) rutschte, sondern weil dem Kroaten auch einmal der Ball an den Arm sprang – da blieb der Elfmeterpfiff (45. min.) aus.

In der zweiten Halbzeit übernahm Cashpoint Altach plötzlich das Spiel – Kommando. Rapid Wien agierte viel zu passiv, mit angezogener Handbremse, verschleuderte die Bälle im Spielaufbau.

Trainer Goran Djuricin reagierte, brachte Veton Berisha für Andrei Ivan (62. min.), erhoffte sich dadurch mehr Dampf.

Doch Christoph Knasmüllner setzte den Stanglpass des Norwegers an die Innenstange (76. min.). Was sich schließlich rächte. Wie so oft durch Routinier Hannes Aigner. Den Mateo Barac im Rücken übersah, das 1:1 (88. min.) köpfelte.

 

Erst jetzt wachten die Grün-Weißen auf: Christoph Knasmüllner überhob Torhüter Andreas Lukse, aber setzte den Ball, von Jan Zwischenbrugger behindert, aus zwei Metern an die Stange (90. min.). Danach köpfelte Deni Alar nach einer weiteren Torchance für Rapid Wien über das Tor.

O-Töne:

  • Coach Goran Djuricin:
    „Wir haben den Sieg nicht verdient. Vielleicht waren wir uns zu sicher, wir sind zu lässig aufgetreten. Das darf nie passieren.“
  • Kapitän Stefan Schwab:
    „In der ersten Halbzeit hatten wir alles unter der Kontrolle. Dann sind wir zu passiv geworden und konnten den Schalter nicht mehr umlegen. So muss ma‘ halt ein 1:0 hinunterspielen – wir haben um das Tor gebettelt und jetzt ist die Aufbruch – Stimmung dahin.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © SPORTREPORT

2:4! „Danke & Servus“

  • 25.300 Zuschauer zum Abschied des Fußballgott’s Steffen Hofmann
  • ein Torfestival der besonderen Art der Nummer 11

Wien. Als Schiedsrichter Harald Lechner um 21.09 Uhr das Spiel Rapid Wien gegen Steffen & Friends in der 79. Minute vorzeitig abpfiff, ging eine einmalige Ära endgültig zu Ende!

Der Ehrenkapitän Steffen Hofmann sagte, nach 16 Jahren und 540 Spielen sowie viele unvergessliche Momenten als wahrlicher „Fußballgott“ der grün-weißen Familie, Danke & Servus!

Zu Ehren der Nummer 11 erfolgte eben elf Minuten vor Ablauf der 90 Minuten das vorzeitige Ende seines Abschiedsspiels.

Nach dem Abpfiff des Spiels kam es zu unvergesslich schönen Momenten im Allianz Stadion. Als Steffen Hofmann eine Ehrenrunde vor 25.300 Fans drehte, erhoben sich die Zuschauer von ihren Sitzplätzen. Mit Tränen in den Augen und mit den Klängen von „Time to say Goodbye“ das Fluchtlicht abgedreht wurde und tauschende Mobiltelefonlichter angingen war es Gänsehaut pur!

„Es war ungemein bewegend, ist nicht so einfach wegzustecken. Daher bin ich auch froh, dass es jetzt vorbei ist“, gestand Hofmann der durch das Spalier der Spieler ein letztes Mal in „seine“ Kabine ging, sich dort via Stadion-Leinwand nochmals an seine Fans wandte: „Ich bin sehr, sehr dankbar für alles, was passiert ist. Danke und Servus.“

Zuvor hatte der 37-Jährige auch ein letztes Mal seine Klasse gezeigt, zum 4:2 Sieg seiner „Friends“ alle Tore (davon zwei Elfmeter) beigesteuert.

Was auch Otto Filipsky, den mit 106 Jahren ältesten Rapid Wien – Fan im Stadion, beeindruckte. Und natürlich auch Hoffmanns Familie, Freunde und Wegbegleitern. Seine Töchter sangen vor dem Spiel mit Sängern der Wiener Volksoper „You’ll never walk alone“, Gregor Slamar & Max Schmiedl gaben den Song „Steffen Hofmann Fußballgott“ zum Besten.

… Ehrenrunde von Steffen Hofmann mit seinen Kindern

Geschenke gab es zuhauf, ein originelles von der Klubspitze: ein Golf- Urlaub auf Madeira mit seinem Trainer-Vater Josef Hickersberger.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © SPORTREPORT

Ein letztes Testspiel mit enttäuschendem Ausgang

1:2 – Rapid Wien verlor die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel. Neuverpflichtung Mateo Barac zeigte sein Können.

 Wien. Coach Goran Djuricin schickte ca. eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel im ÖFB-Cup gegen Kufstein seine erste „Spieler-Garnitur“ auf den Rasen. Darunter bekannte neue Zugänge wie Deni Alar, Christoph Knasmüllner, Marvin Potzmann und Mateo Barac.

Mateo Barac und Max Hofmann (v.h.n.v.)
Fotos © SPORTREPORT

Am Anfang des Spieles, in den neuen Heim-Trikots, waren noch einige Abstimmungsprobleme klar ersichtlich. Nach der ersten Viertelstunde ging der Spielfluss der Grün-Weißen ein wenig in Schwung. Veton Berisha scheiterte gleich zwei Mal aus ansprechender Distanz an Julian Pollersbeck (23., 38. min) und zuletzt traf Christoph Knasmüllner die Stange (39. min.)

Die Tore die man nicht erzielt erhält man: wie aus dem Nichts schlug der deutsche Traditionsverein HSV in 42. Minute durch Matti Steinmann zu.

Ausgleich

Goran Djuricin reagierte und brachte nach der Pause fünf neue Spieler auf den Rasen. Einer davon traf nach 82 Sekunden, nämlich Philipp Malicsek (46. min.) schoss aus 25 Metern ins Netz.

Tatsuya ITO und Thomas Murg (v.l.n.r.)
Foto: © SPORTREPORT

Ein Fehler von Richard Strebinger brachte die Norddeutschen aber neuerlich in Führung. Tatsuya Ito traf in der 58. Minute. Die Wiener versuchten alles und Aleksandar Kostic vergab jedoch eine Top-Chance zum 2:2 in der 73. Minute.

Beeindruckend muss man vor allem die Leistung des kroatischen Neuling‘s Mateo Barac der nach nur einer Trainingseinheit gute Performance zeigte.

O-Töne:

Christian Titz
Foto: © SPORTREPORT

HSV-Coach Christian Titz:

„Das Spiel war als Vorbereitungsspiel ganz ansehnlich. Rapid Wien hat gute Gegenstöße gemacht. Mein Torhüter hat ein bisschen Risikofußball versucht zu spielen, das war so nicht wirklich abgesprochen.“

 

Rapid-Coach Doran Djuricin:

Goran Djuricin
Foto: © SPORTREPORT

„Mit der Leistung jedes einzelnen Spielers bin ich sehr zufrieden. Mit dem Endergebnis letztendlich nicht. Bei einigen Situationen müssen wir spritziger werden und besser reagieren. Ich hoffe wir werden es diese Woche bis zum Kufstein-Spiel verbessern.“

 

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © SPORTREPORT

Ehrenkapitän Steffen Hofmann letztes Pflichtspiel

4:1 – Rapid Wien gewinnt das letzte Heimspiel dieser Saison und Steffen Hofmann erlebt einen Traum-Abschied unter Tränen

Wien. Letztes Heimspiel der Saison 2017/18 vor 21.600 Zuschauern

„Allein was heute passiert ist, wird immer in meinem Herzen sein. Lang lebe Rapid!“ 30 Minuten nach dem Schlusspfiff gegen SCR Altach griff Steffen Hofmann zum Stadionmikrofon und beendete seine emotionale Party.

…beeindruckende Stadionatmosphäre…

Die 73. Minute im Weststadion. Steffen Hofmann, sieben Minuten zuvor eingewechselt, hebt den Ball über den am Boden liegenden Vorarlberger Torhüter Andreas Lukse und trifft zum 4:1. Die Fans können sich nicht mehr halten, der Ehrenkapitän heult vor Glück. „Ein Wahnsinn, dass ich dann noch ein Tor schieße, ist in Wahrheit ein Wahnsinn“, so Steffen Hofmann nach seinem 128. Pflichtspiel-Treffer. „Ein Drehbuch für so einen kitschigen Film kann man nicht besser schreiben.“

Beeindruckende Stadionatmosphäre. Der scheidende Joelinton (6. min., 14. min.) und Stefan Schwab (59. min.) hatten die Wiener mit 3:1 in Führung gebracht. Doch der „Spielfilm“ drehte sich ausschließlich um Steffen Hofmanns letztes Pflichtspiel.

Schon vor den Anpfiff waren die Spieler für den Rekordspieler (540 Spiele) Spalier gestanden. „Steffen Hofmann Fußballgott“, tönte es vom Block WEST, die überdimensionale Nummer 11 als Choreographie. In Minute 93 ging Steffen Hofmann hinaus – sein letzter offizieller Auftritt. In mit letzten Bundesligaspiel in dieser Saison gegen Wolfsberger AC wird er sich nicht mehr antun.

O-Tone:

  • Rapid Wien – Coach Gorgan Djuricin:
    „ Mit Steffen Hofmann verlieren wir eine wahre Rapid-Ikone. Zum Glück bleibt er uns als Talente Manager treu, da wir ja heute mit ihm auch Louis Schaub, Joelinton und Mario Pavelic verlieren müssen wir uns um neue gute Spieler im Sommer umsehen. Mit Platz drei haben wir das Saisonziel erreicht.“
  • Rapid Wien – Ehrenkapitän Steffen Hofmann:
    „ich bin heute wie ferngesteuert herumgelaufen. Es war einfach schön, wie heute alles gelaufen ist – DANKE!“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Andreas Prochaska

1:4! Herzog – Kritik: „Nicht mal Mini-Knaben spielen so“

  • Rapid Wien gegen Red Bull Salzburg chancenlos
  • Goran Djuricin’s – Poker ging in die Hose

Wien. „Wir waren einfach richtig schlecht“, brachte es Rapid Wien Coach Goran Djuricin auf den Punkt. Die ersten 25 Minuten des Spiels war quasi eine Arbeitsverweigerung. „Wir haben keine Leidenschaft gezeigt, nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, so Thomas Murg.

Thomas Murg im Angriffslauf …
Foto: © Andreas Prochaska

Vor 22.300 Zuschauern im Allianz Stadion zeigten die Salzburger den Wienern kurz und bündigen Kombinationsspiel die Grenzen auf. Eine leichte Unsicherheit in der Abwehr der Grün-Weißen und der Bullen – Spieler Patrick Farkas versenkte den Ball ins Netz. (4.min.)

RB Spieler: Munas Dabbur und Andre Ramalho (v.l.n.r. im Vordergrund)                           

 

Wenige Minuten später neuerlich eine leichte Unstimmigkeit in der Abwehrkette von Rapid Wien und Munas Dabbur nützte die Gelegenheit zum 0:2 (13. min.) Zuvor hatte leider auch Rapid Wien – Spieler Thomas Murg mit seinem Schuss ein wenig Pech und traf nur die Stange (12. min.) In der 26. Minute erhöhte dann der Norweger Fredik Gulbrandsen noch auf 0:3.

…der Verletzte Andreas Kuen auf den Weg in die Kabine.

Das Dreier Abwehrsystem von Rapid Wien Coach Goran Djuricin ging überhaupt nicht auf, seine Spieler waren mit dieser Situation völlig überfordert. Er stellte Debütant Mert Müldür, Maximilian Hofmann und Dejan Ljubicic in die erwähnte Dreier-Abwehrkette, Manuel Thurnwald sowie Andreas Kuen machten daraus eine Fünferkette.

Red Bull Salzburg machte mit Rapid Wien „Jungs“ daraus kurzen Prozess was Sky-Experte Andreas Herzog folgend analysierte: „So spielt man nicht einmal in den Miniknaben.“

Als Mert Müldür und Andreas Kuen verletzt ausgetauscht werden mussten, war das Experiment beendet. Zu spät für die Grün-Weißen.

Weil die Bullen in Folge den Fuß vom Gas nahmen, wurde es noch einmal spannend. Veton Berisha verkürzte auf 1:3 (75. min.) Dann hätte es nach Foul an Thomas Murg im Strafraum Elfmeter geben müssen, doch Schiedsrichter Oliver Drachta ließ weiterspielen und im Gegenzug stellte der Israeli Munas Dabbur auf 1:4 (82.)

O-Ton:

Rapid Wien – Coach: „In Hälfte eins ist alles schiefgegangen, wir haben jedes Eins-zu-Eins-Duell verloren, jeden Zweikampf.“ „Am System lag es nicht.“ „Dem nicht gegebenen Elfmeter traue ich nach – den wollte einer nicht – die Niederlage war aber verdient.“

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © Andreas Prochaska

4:1! Rapid Wien hat sich sein Europacup-Ticket gesichert!

  • FC Admira Wacker Mödling hatte wenig entgegenzusetzen
  •  Thomas Murg glänzte mit einem Doppelpack

Wien. Mit einem verdienten 4:1 Heimsieg gegen die Niederösterreicher eroberten die Hütteldorfer in der Tabelle Platz drei vom LASK zurück und buchten somit das Europacup-Ticket. Grund: Die Grün-Weißen liegen fünf Runden vor Saisonende 16 Punkte vor Austria Wien, können damit nicht mehr aus den Top 5 fallen.

Doppelpack von Thomas Murg

….Thomas Murg nur selten mit einem Foul zu stoppen an diesem Tag.

Mit Kontertoren ging Rapid Wien im eigenen Stadion vor 18.600 Zuschauern mit 2:0 in Führung. Beide Treffer erzielte der hervorragend spielende Thomas Murg. Das erste Tor fiel in der 39. Minute durch einen Stefan Schab Idealpass und der zweite Treffer durch ein Zuspiel von Louis Schaub in Minute 45.

Manuel Turnwald stellte mit seinem ersten Bundesliga-Tor auf 3:0 (62.), und Stefan Schwab erhöhte per Kopf nach einer Steffen Hofmann Ecke auf 4:0.

Das 4:1 durch Marco Hausjell (82.) war nur noch „Ergebnis-Kosmetik“.

„Wir haben clever gespielt, sind jetzt richtig gut in Form“, war Stefan Schwab zufrieden. Rapid Wien feierte den fünfte Sieg in Folge und nun fehlen sogar nur noch 5 Punkte auf einen Champions-League-Qualifikationsplatz, den derzeit Sturm Graz hat. Nächste Woche kommt es zu dem direkten Duell mit den Steirern.

Bericht: Gernot Hohenwarter
Fotos: © SPORTREPORT